media market | nikolaus hartmann | 2006

als eine reaktion auf die einseitige visuelle werbeinformationsflut im stadtalltag, wie plakate, city-lights,... etc. arbeitet “sprechlakat” mit einer kommunnikativen audio-ebene, die den betrachter mit dem gegenwärtigen und vergangenen klangraum der unmittelbaren umgebung - anders dem ortlosen rezeptions konzept der werbung -  akustisch einbindet und über ein, als membran wirkendes, plakat, mit hilfe eines körperschallanregers (marshal mc luhan - das medium ist die botschaft) und eines klangspeichers (delay), verzerrt wiedergibt. das im öffentlichen raum sichtbare plakat wird mit lapidaren botschaften gestaltet sein, da es den betrachter und den akustischen raum als medium verwendet und ihn nicht mit vordetermenierten, einseitigen informationen “verwöhnen” möchte - vielmehr durch die simple botschaft auf sich “aufmerksam - machen”, um die methodik der werbemittel zu polarisieren. ...Der Sender wird gesendet. Übrigens, bei allen elektrischen Medien wird der Sender gesendet. Das ist die Botschaft. Du bist die Botschaft. Du wirst verschickt. Beim Telefon wird man an die Person verschickt, mit der man spricht, werden zu einem selbst geschickt. Der Sender wird also gesendet. Und außerdem verliert man, wie Sie gesagt haben, seine Identität. Man wird Niemand, und Niemand wird verschickt...( Marshall McLuhan im Gespräch mit Louis Forsdale, 17.Juli 1978 )

..., ist sein Raum “ein Ort, mit dem was etwas macht”. Er entsteht durch Handlungen und in der Behandlung, etwa durch die Aktivität des Sprechens und Besprechens. Diese Prozesse der Alltagspraxis erhalten ein gestalterisches Potenzial, das de Certeau in seinem zweiten Argumentationsschritt in Entsprechung zu narrativen Bewegungen, die für ihn Erzählungen konstituieren, setzt. ( Beatrice von Bismarck - “Hoffungsträger - Foucault und de Certeau” )