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Kunst und Autonomie | Barbara Holub | 2017


Vor allem seit den 1990er Jahren haben sich KünstlerInnen vermehrt mit gesellschaftspolitischen und urbanen Fragestellungen befasst, und damit gängige Rollenvorstellungen – nicht nur von KünstlerInnen, die zwischen Kunstmarkt und Kunst im öffentlichen Raum agieren, sondern auch der „KonsumentInnen“ (Michel de Certeau) - hinterfragt. Die Rollen sind in Bewegung und zunehmend werden neue Vorstellungen nicht nur rhetorisch oder im Kunstkontext proklamiert, sondern wollen auch in der Gesellschaft wirksam werden. Diese Projekte sehen sich oft der Kritik ausgesetzt, ihr „eigenes“ Terrain zu verlassen und sich einzumischen in Belange, die eigentlich das Terrain anderer ExpertInnen sei – und damit gleichzeitig auch die Autonomie von Kunst zu „verraten“.  

Die VO wird anhand von Kunstprojekten und Texten einen Einblick in die Entwicklung der oben genannten Themen und vor allem in performative, partizipative und transdisziplinäre Praktiken während der letzten Dekaden geben und kritisch diskutieren, und betrachten, inwieweit diese Thematik auch Einfluss auf die Rollenveränderung von ArchitektInnen und eine neue Planungspraxis hat.


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