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kontemplative Strategien | Gregor Neuerer | 2008


Ausgangspunkt der diesjährigen Lva ist die Frage, inwieweit Bilder von Orten als Aufzeichnung beziehungsweise als Instrument des Fiktionalisierens von Orten verstanden werden können. Basierend auf dieser Fragestellung soll die Rolle von Bildern innerhalb unseres Verständnisses einer bestehenden räumlichen Umgebung diskutiert werden. Wie werden Darstellungen von Räumen, Gebäuden oder Landschaften in einen öffentlichen Diskurs eingebunden, um die politischen, sozialen, kulturellen oder ökonomischen Seiten unseres räumlichen Umfeldes gezielt zu beleuchten? Und inwieweit sind dabei Bilder von Orten sowohl als Aufzeichnung bestehender Bedingungen als auch als Medium zu lesen, die Orte und Handlungen fiktionalisieren? Ausgehend von traditionellen Darstellungsformen wie der Architekturzeichnung und der Architekturfotografie bis hin zu Reportagebildern und journalistischen Abbildungen von Orten im Kontext politischer Diskussionen. Über aktuelle Lebensbedingungen, zu Bildern von Immobilienagenten und Bauträgern oder zu Darstellungen des persönlichen Lebensumfeldes in Form digitaler Schnappschussfotografie soll die Rolle des Bildes in Bezug zu einer bestehenden Alltagsrealität studiert werden. Im Bezug darauf sollen räumliche Bedingungen und Umgänge mit Orten besprochen werden, die durch die Bedeutung und Rezeption ihres Abbildes einem veränderten Verständnis ausgesetzt sind.

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Arbeiten:

- Sonja Zlatkov
- Michaela Ebersdorfer
- Katharina Fohringer / Christian Türk
- Marco Emanuel Francucci
- Angelika Franke
- Gul Cakar
- Gül
- Birgit Hackel
- Wolfgang Hausladen
- Victoria Marek
- Andrea Mayr / Melanie Köll
- Katharina Patzak
- Lucia Pimminger
- Angelika Wild
- Melanie Zenetti